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Vorwort des Distriktoberen

Am kommenden 26. September wird das Schweizer Volk aufgefordert, über die sogenannte „Ehe für alle“ als auch über wichtige Fragen der Vaterschaft und Abstammung seine Stimme zu geben. Diese Entscheidung wird von kapitaler Bedeutung und zukunftsweisend für unser Land sein.

Seit einigen Wochen nutzen die Medien die Gelegenheit, um systematisch das Wort den Befürwortern der „Ehe für alle“ zu leihen. Während sie ganz neutral informieren sollten, desinformieren sie die Leute ungestraft. Zusätzlich beweisen die letzten Sportanlässe, indem sie die Farben der LGBT zur Schau tragen, – wenn es eines solchen Beweises überhaupt noch bedurft hätte – was für Dimensionen und welchen Einfluss diese Fragen in unserem täglichen Leben einnehmen.

Dazu kommt aber noch, dass diese Pressekampagne sogar uns verunsichern könnte, denn das Schlechte geht nicht mit offenen Karten zu Werke. Schlimmer als das, es schmückt sich unter dem Deckmantel der Tugend. Gibt es eine schönere Tugend als die Nächstenliebe? Aber im Namen dieser Liebe, die ganz entleert ist von ihrem christlichen Ideal, geht man daran, jeden Widerstand gegen die „Ehe für alle“ zu verurteilen. Die Christen, die es wagen, sich dagegen zu stellen, werden verurteilt, und man wirft ihnen einen vermeintlichen Mangel an Nächstenliebe vor. Man könnte beinahe wankend werden. Im Namen der Tole­ranz verurteilt man jemanden als intolerant, wenn er Gottes Gebote verteidigt. Chesterton hatte recht, als er sagte: „Die Welt ist voll von den alten, christlichen Tugenden, die verrückt geworden sind.“

Was sollen wir folglich im Namen des Respekts und Liebenswürdigkeit, im Namen der christlichen Nächstenliebe tun? Sollen wir schweigen und die Dinge ihren Lauf nehmen lassen? 

Non possumus non loqui, wie es der heilige Petrus in der Apostelgeschichte so schön sagt: „Wir können unmöglich darüber schweigen.“

Wir betonen folglich, dass wir als Christen alle von diesen Fragen betroffenen Personen mit unserer christlichen Nächstenliebe umfassen. Wir sind uns bewusst, dass gewisse Handlungsweisen angeboren oder erworben sein können. Aber wir möchten diese Personen auf die objektive Unordnung hinweisen, die sie vielleicht ignorieren oder deren Natur sie nicht anerkennen wollen. Christus vergoss sein Blut für alle Menschen und ihr Heil, aber es braucht auch die Zustimmung des Menschen. Handkehrum dürfen wir nicht eine Ideologie gutheissen, welche die Botschaft Christi entstellt, indem sie glauben macht, dass jede Art von Liebe normal und erlaubt sei, so als ob Gottes Gebote gar nicht existierten.

Darum möchte ich kurz zusammenfassen, was bei dieser Abstimmung auf dem Spiel steht.

In erster Linie geht es um die Frage über die Ehe zwischen zwei Individuen gleichen Geschlechts. Wenn es einer Antwort von religiöser Seite bedarf, so ist sie völlig einhellig. Es genügt, die heiligen Schriften aufzuschlagen und die Kirche in ihrer 2000-jährigen Tradition danach zu befragen. Sogar Papst Johannes Paul II., den man nicht einen Vertreter der Tradition nennen kann, gibt ohne Umschweife zu: „Die homosexuelle Ehe ist ein Instrument des Teufels und eine Bedrohung der Gesellschaft.“1

Die Ehe ist eine feste unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Sie hat als ersten Zweck die Zeugung und Erziehung von Kindern. Es kann vorkommen, dass dieser Zweck nicht erfüllt werden kann, aber er darf niemals ausgeschlossen oder einem anderen Zweck untergeordnet werden. Der zweite Zweck einer Ehe (was in nichts seine Wichtigkeit schmälert) ist die gegenseitige Unterstützung der Eheleute und die Regelung des natürlichen Verlangens. Die Ehe wurde eingesetzt, um der Gesellschaft als solides Fundament zu dienen.

Wenn Gott auch die Liebe zwischen den Eheleuten mit einer gewissen Lustbefriedigung verbunden hat, so gewiss auch darum, um dieselben leichter ans Ziel und zur guten Erfüllung ihres Zweckes zu führen. Wenn man aber die Liebe und das Vergnügen zum obersten Zweck macht, dann stürzt man die Ordnung um: Man zerstört die Keimzelle der Gesellschaft und führt sie in ihr Verderben. 

Gewisse mögen einwenden, dass die widernatürlichen Partnerschaften nichts Neues seien. Das ist leider wahr. Aber wenn man das Schlechte legalisiert, stellt man es auf die gleiche Stufe mit dem Guten. Das ist bereits der Fall bei den eingetragenen Partnerschaften. Nun aber gehört es zum Gesetz der Zugeständnisse, dass man immer noch weiter geht. So wird verlangt, dass man heute homosexuelle Paare den normalen Familien gleichstellt; Partnerschaften werden auf die gleiche Stufe gestellt wie die geheiligte Verbindung einer Ehe. Man anerkennt etwas als Ehe an, was nur dem Schein nach eine solche ist.

Man kann sich wirklich fragen, wo das noch enden wird. 

Nach der Frage über die Ehe, kommt die Frage nach dem Kind. Die Empfängnis eines Kindes ist an sich ein aussergewöhnlicher Akt, der den freien Willen eines Vaters und einer Mutter unter der ewigen Mitwirkung Gottes voraussetzt: Durch die Zeugung schenken die Eltern dem Kind das Leben, aber Gott erschafft und giesst diesem kleinen Lebewesen die Seele ein. 

In der Sichtweise der „Ehe für alle“ ist das Kind nicht mehr eine Frucht aus der gegenseitigen Liebe und Hingabe der Eheleute, sondern es hängt von der Willkür der Partnerschaften ab. Das ist leider nur allzu logisch und noch tragischer in seinen Konsequenzen. Wer nämlich „Ehe für alle“ sagt, sagt auch „Kind für alle“. So wird das Kind völlig entwurzelt und zum „Objekt“ degradiert. Im neuen, zur Abstimmung vorgelegten Gesetz wird der Begriff Vater abgeschafft. Der Begriff Mutter bleibt noch, aber man kann sich fragen, für wie lange noch. Die verharmlosende Benennung „Leihmutterschaft“ wird sehr schnell einmal zur Debatte kommen! Wer sieht nicht, dass dadurch die ganze natürliche Ordnung aus den Fugen gerät? Selbstverständlich sind solche traurigen Situationen – ob gewollt oder ungewollt – in den Familien nichts Neues. Aber hier werden sie zur Regel erhoben, gelobt und begünstigt. Unsere Traurigkeit ist unbeschreiblich, und unsere Gesellschaft wird zu einer Gesellschaft ohne morgen.

Liebe Gläubige, wir müssen kämpfen und uns ­mobilisieren, um die Familie zu verteidigen. Während langer Mona­te beschäftigten uns die Fragen über die Hygienemassnahmen, die oft Spaltungen mit sich brachten. In diesem neuen Kampf gibt es nichts zu diskutieren. Man läuft nicht Gefahr, dass man sich täuschen könnte!  Wir müssen die Grundfesten des Christentums verteidigen gegen diese ­Angriffe ohnegleichen. 

In diesem Bereich sind vor allem die Fundamente des Natur­gesetzes in Gefahr, und jeder einigermassen intelligente Mensch sollte fähig sein, das einzusehen. Aber noch mehr wird die Auffassung der christlichen Familie, des Grundkerns der Gesellschaft, angegriffen.

Unsere Antwort darf folglich nicht auf natürlicher Ebene stecken bleiben. Wir müssen alles in Gang setzen und durch das Gebet Gottes Hilfe erflehen. Darum begehen wir auch unsere Flüeli-Wallfahrt in dieser Meinung. Wir werden es auch durch unser Gebet und Opfer anlässlich des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettages in den verschiedenen Kapellen der Schweiz tun. 

Wir müssen uns aber auch persönlich dafür einsetzen, auch in unseren Familien. Jede Initiative, um unser Land gegen dieses ungerechte Gesetz zu verteidigen, ist willkommen! Gemäss Umfragen scheint das Unterfangen schon im vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber wir wollen versuchen zumindest selbst aktiv zu werden. Wenn die Grundfesten der Familien zerrüttet werden und uns das kalt lässt, was kann uns dann noch erschüttern? 

Möge der heilige Bruder Klaus, den wir am Vorabend des Abstimmungstages feiern, von Neuem seine Hand schützend über unser Land halten und diese zerstörerischen und für das Heil unserer Landsleute so bedrohlichen Ideen nicht eindringen lassen!

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Am kommenden 26. September wird das Schweizer Volk aufgefordert, über die sogenannte „Ehe für alle“ als auch über wichtige Fragen der Vaterschaft und Abstammung seine Stimme zu geben. Diese Entscheidung wird von kapitaler Bedeutung und zukunftsweisend für unser Land sein.

Seit einigen Wochen nutzen die Medien die Gelegenheit, um systematisch das Wort den Befürwortern der „Ehe für alle“ zu leihen. Während sie ganz neutral informieren sollten, desinformieren sie die Leute ungestraft. Zusätzlich beweisen die letzten Sportanlässe, indem sie die Farben der LGBT zur Schau tragen, – wenn es eines solchen Beweises überhaupt noch bedurft hätte – was für Dimensionen und welchen Einfluss diese Fragen in unserem täglichen Leben einnehmen.

Dazu kommt aber noch, dass diese Pressekampagne sogar uns verunsichern könnte, denn das Schlechte geht nicht mit offenen Karten zu Werke. Schlimmer als das, es schmückt sich unter dem Deckmantel der Tugend. Gibt es eine schönere Tugend als die Nächstenliebe? Aber im Namen dieser Liebe, die ganz entleert ist von ihrem christlichen Ideal, geht man daran, jeden Widerstand gegen die „Ehe für alle“ zu verurteilen. Die Christen, die es wagen, sich dagegen zu stellen, werden verurteilt, und man wirft ihnen einen vermeintlichen Mangel an Nächstenliebe vor. Man könnte beinahe wankend werden. Im Namen der Tole­ranz verurteilt man jemanden als intolerant, wenn er Gottes Gebote verteidigt. Chesterton hatte recht, als er sagte: „Die Welt ist voll von den alten, christlichen Tugenden, die verrückt geworden sind.“

Was sollen wir folglich im Namen des Respekts und Liebenswürdigkeit, im Namen der christlichen Nächstenliebe tun? Sollen wir schweigen und die Dinge ihren Lauf nehmen lassen? 

Non possumus non loqui, wie es der heilige Petrus in der Apostelgeschichte so schön sagt: „Wir können unmöglich darüber schweigen.“

Wir betonen folglich, dass wir als Christen alle von diesen Fragen betroffenen Personen mit unserer christlichen Nächstenliebe umfassen. Wir sind uns bewusst, dass gewisse Handlungsweisen angeboren oder erworben sein können. Aber wir möchten diese Personen auf die objektive Unordnung hinweisen, die sie vielleicht ignorieren oder deren Natur sie nicht anerkennen wollen. Christus vergoss sein Blut für alle Menschen und ihr Heil, aber es braucht auch die Zustimmung des Menschen. Handkehrum dürfen wir nicht eine Ideologie gutheissen, welche die Botschaft Christi entstellt, indem sie glauben macht, dass jede Art von Liebe normal und erlaubt sei, so als ob Gottes Gebote gar nicht existierten.

Darum möchte ich kurz zusammenfassen, was bei dieser Abstimmung auf dem Spiel steht.

In erster Linie geht es um die Frage über die Ehe zwischen zwei Individuen gleichen Geschlechts. Wenn es einer Antwort von religiöser Seite bedarf, so ist sie völlig einhellig. Es genügt, die heiligen Schriften aufzuschlagen und die Kirche in ihrer 2000-jährigen Tradition danach zu befragen. Sogar Papst Johannes Paul II., den man nicht einen Vertreter der Tradition nennen kann, gibt ohne Umschweife zu: „Die homosexuelle Ehe ist ein Instrument des Teufels und eine Bedrohung der Gesellschaft.“1

Die Ehe ist eine feste unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Sie hat als ersten Zweck die Zeugung und Erziehung von Kindern. Es kann vorkommen, dass dieser Zweck nicht erfüllt werden kann, aber er darf niemals ausgeschlossen oder einem anderen Zweck untergeordnet werden. Der zweite Zweck einer Ehe (was in nichts seine Wichtigkeit schmälert) ist die gegenseitige Unterstützung der Eheleute und die Regelung des natürlichen Verlangens. Die Ehe wurde eingesetzt, um der Gesellschaft als solides Fundament zu dienen.

Wenn Gott auch die Liebe zwischen den Eheleuten mit einer gewissen Lustbefriedigung verbunden hat, so gewiss auch darum, um dieselben leichter ans Ziel und zur guten Erfüllung ihres Zweckes zu führen. Wenn man aber die Liebe und das Vergnügen zum obersten Zweck macht, dann stürzt man die Ordnung um: Man zerstört die Keimzelle der Gesellschaft und führt sie in ihr Verderben. 

Gewisse mögen einwenden, dass die widernatürlichen Partnerschaften nichts Neues seien. Das ist leider wahr. Aber wenn man das Schlechte legalisiert, stellt man es auf die gleiche Stufe mit dem Guten. Das ist bereits der Fall bei den eingetragenen Partnerschaften. Nun aber gehört es zum Gesetz der Zugeständnisse, dass man immer noch weiter geht. So wird verlangt, dass man heute homosexuelle Paare den normalen Familien gleichstellt; Partnerschaften werden auf die gleiche Stufe gestellt wie die geheiligte Verbindung einer Ehe. Man anerkennt etwas als Ehe an, was nur dem Schein nach eine solche ist.

Man kann sich wirklich fragen, wo das noch enden wird. 

Nach der Frage über die Ehe, kommt die Frage nach dem Kind. Die Empfängnis eines Kindes ist an sich ein aussergewöhnlicher Akt, der den freien Willen eines Vaters und einer Mutter unter der ewigen Mitwirkung Gottes voraussetzt: Durch die Zeugung schenken die Eltern dem Kind das Leben, aber Gott erschafft und giesst diesem kleinen Lebewesen die Seele ein. 

In der Sichtweise der „Ehe für alle“ ist das Kind nicht mehr eine Frucht aus der gegenseitigen Liebe und Hingabe der Eheleute, sondern es hängt von der Willkür der Partnerschaften ab. Das ist leider nur allzu logisch und noch tragischer in seinen Konsequenzen. Wer nämlich „Ehe für alle“ sagt, sagt auch „Kind für alle“. So wird das Kind völlig entwurzelt und zum „Objekt“ degradiert. Im neuen, zur Abstimmung vorgelegten Gesetz wird der Begriff Vater abgeschafft. Der Begriff Mutter bleibt noch, aber man kann sich fragen, für wie lange noch. Die verharmlosende Benennung „Leihmutterschaft“ wird sehr schnell einmal zur Debatte kommen! Wer sieht nicht, dass dadurch die ganze natürliche Ordnung aus den Fugen gerät? Selbstverständlich sind solche traurigen Situationen – ob gewollt oder ungewollt – in den Familien nichts Neues. Aber hier werden sie zur Regel erhoben, gelobt und begünstigt. Unsere Traurigkeit ist unbeschreiblich, und unsere Gesellschaft wird zu einer Gesellschaft ohne morgen.

Liebe Gläubige, wir müssen kämpfen und uns ­mobilisieren, um die Familie zu verteidigen. Während langer Mona­te beschäftigten uns die Fragen über die Hygienemassnahmen, die oft Spaltungen mit sich brachten. In diesem neuen Kampf gibt es nichts zu diskutieren. Man läuft nicht Gefahr, dass man sich täuschen könnte!  Wir müssen die Grundfesten des Christentums verteidigen gegen diese ­Angriffe ohnegleichen. 

In diesem Bereich sind vor allem die Fundamente des Natur­gesetzes in Gefahr, und jeder einigermassen intelligente Mensch sollte fähig sein, das einzusehen. Aber noch mehr wird die Auffassung der christlichen Familie, des Grundkerns der Gesellschaft, angegriffen.

Unsere Antwort darf folglich nicht auf natürlicher Ebene stecken bleiben. Wir müssen alles in Gang setzen und durch das Gebet Gottes Hilfe erflehen. Darum begehen wir auch unsere Flüeli-Wallfahrt in dieser Meinung. Wir werden es auch durch unser Gebet und Opfer anlässlich des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettages in den verschiedenen Kapellen der Schweiz tun. 

Wir müssen uns aber auch persönlich dafür einsetzen, auch in unseren Familien. Jede Initiative, um unser Land gegen dieses ungerechte Gesetz zu verteidigen, ist willkommen! Gemäss Umfragen scheint das Unterfangen schon im vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber wir wollen versuchen zumindest selbst aktiv zu werden. Wenn die Grundfesten der Familien zerrüttet werden und uns das kalt lässt, was kann uns dann noch erschüttern? 

Möge der heilige Bruder Klaus, den wir am Vorabend des Abstimmungstages feiern, von Neuem seine Hand schützend über unser Land halten und diese zerstörerischen und für das Heil unserer Landsleute so bedrohlichen Ideen nicht eindringen lassen!

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Priesterbruderschaft St. Pius X.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist die Heiligkeit der Priester und der Erhalt der Katholischen Tradition.
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