Liebe Gläubige, liebe Freunde und Wohltäter!
Es ist wirklich schön zu sehen, dass das wachsende Interesse an der katholischen Religion in unserer Welt zunimmt. Es ist mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich, in unseren Kapellen eine oder mehrere Personen zu sehen, die sich auf die hl. Taufe vorbereiten oder darum bitten, in die Kirche aufgenommen zu werden. Für uns, die seit der Geburt Katholiken sind, ist dies eine zutiefst tröstliche Realität und eine wahre Ermutigung: das unauffällige, aber wirkliche Zeichen eines geistlichen Durstes von Seelen auf der Suche nach Wahrheit.
Diese Feststellung kann uns nur anspornen und in unserer eigenen Treue stärken. Und die nahende Fastenzeit ist vielleicht eine ausgezeichnete Gelegenheit. Der Monat Feb-
ruar führt uns zunächst in die Zeit der Septuagesima ein. Dann folgt die eigentliche Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. Diese Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest ist ein Aufruf zu einer echten inneren Umkehr und sollte uns nicht gleichgültig lassen. Um uns herum beobachten viele Menschen die Katholiken, um zu sehen, was der Glaube an Christus dem menschlichen Leben wirklich bringen kann.
Aber kehren wir zu unseren Konvertiten zurück: Was vielleicht am meisten beeindruckt, ist ihr Eifer und ihr Grossmut. Man könnte es der Begeisterung des Anfangs zuschreiben. Die Seelen haben bisher wenig oder fast nichts empfangen. Sie zeigen den tiefen Wunsch, zu lernen, zu verstehen, zu den Messen zu kommen, an den Gottesdiensten teilzunehmen, selbst wenn sie noch nicht die Kommunion empfangen können. Sie brauchen viel Geduld und Ausdauer bis sie ihre Taufe erhalten dürfen. Doch oft halten diese Personen durch und geben nicht auf, auch wenn es schwierig ist.
Es ist ein Zeugnis, das beeindruckt. Es hinterfragt unsere Gewohnheiten und ruft uns zu mehr Grosszügigkeit auf. Und gerade in der Fastenzeit sollte der apostolische Geist in uns erwachen, nicht nur als Pflicht gegenüber anderen, sondern auch als wahrer Antrieb für unsere eigene Heiligung.
Aber genau hier liegt der Kern der Sache: Nichts davon geschieht von selbst. Diese Seelen schreiten nur mit solcher Entschlossenheit voran, weil sie eine Hilfe, ein Zeugnis oder manchmal eine diskrete, aber ausschlaggebende Person gefunden haben, die ihnen geholfen und sie geleitet hat. Sehr oft suchten sie einfach jemanden, der sie führen und ihre Fragen beantworten konnte.
Hier liegt unsere ganze Verantwortung, eine tief apostolische Verantwortung. Man sagt es oft und zu Recht: Man gibt nur, was man selbst hat. Wenn die Flamme der göttlichen Liebe nicht in uns brennt, können wir nichts weitergeben. Es geht nicht um lange Reden oder darum, alles von sich zu erzählen. Allein die Tatsache, durchscheinen zu lassen, was uns wichtig ist, kann für eine suchende Seele bereits eine wertvolle Hilfe sein.
Es geht nicht darum, prahlerisch zu sein, noch weniger darum, uns aufzudrängen. Es geht einfach darum, keine Angst davor zu haben, zu sein, wer wir sind: Kinder Gottes. Wie schmerzhaft ist es manchmal, die Reaktionen guter Menschen nach langen Jahren der Nachbarschaft oder Zusammenarbeit zu erfahren: „Ich hätte nie gedacht, dass du katholisch bist…“ Diese Worte verletzen, weil sie ein ängstliches Schweigen offenbaren, wo eigentlich ein schlichtes, selbstbewusstes Glaubensbekenntnis hätte vorhanden sein sollen. Ohne uns in den Vordergrund zu stellen, müssen wir dennoch stolz auf das sein, was wir sind – und sollen vor allem das, was in uns am wesentlichsten ist, nicht verbergen.
Also, zu Beginn der Fastenzeit sollten wir uns diese einfache und entscheidende Frage stellen: Sind wir glaubwürdig in unserem Glauben? Das, was wir erleben, wer wir sind, wie wir handeln, unser Leben – entspricht all das dem, was wir glauben? Wenn es eine Diskrepanz gibt, dann ist die Fastenzeit genau der richtige Zeitpunkt, um aus einem nur privat geäusserten Glauben einen gelebten Glauben zu machen.
Ich betone: Es geht weder darum, Eindruck zu schinden, noch darum, unsere berufliche Umgebung unnötig zu stören. Es geht einfach darum, keine Angst davor zu haben, wer wir sind. Die Fastenzeit kann uns gerade dabei helfen, unser Glaubensleben authentischer zu leben, echte Nächstenliebe zu üben und die Tugenden des Evangeliums konkret zu verkörpern. Letztlich ist das alles gar nicht so kompliziert!
Aber das setzt eine wesentliche Tugend voraus: die Glut einer Nächstenliebe, die nur aus einem innerlichen Leben kommen kann. Wenn wir uns nicht die Zeit zum Beten nehmen, wenn wir die Fastenzeit nicht nutzen, um wieder treuer zur hl. Messe zurückzukehren, wenn wir Weiterbildung, Lektüre und Vertiefung des Glaubens vernachlässigen, bleibt alles andere unbeständig. Der apostolische Elan ist niemals spontan: Er entsteht aus einer gut und richtig geformten Seele. Was man anderen gibt, ist nur ein Überschuss, und dieser Überschuss existiert nur, wenn man sich selber zuerst vollgetankt hat.
Wenn man selbst zutiefst überzeugt ist, wird das, was schwierig erschien, fast natürlich. Von dem zu leben, was man ist, zieht notwendigerweise Blicke auf sich und weckt Fragen. Der hl. Franz von Assisi liebte es zu sagen, dass schon das blosse Tragen des Ordensgewandes in der Stadt eine Art des Predigens sei, ohne dass man überhaupt sprechen müsse. Gleiches gilt für uns: durch unsere Kleidung, unsere Art zu sein, unsere Reaktionen, unsere einfachen Gebete, durch eine echte, nicht vorgetäuschte Nächstenliebe. Wenn wir uns wirklich die Zeit nehmen und uns für den anderen einsetzen, werden wir stille Zeugen dieses Gottes, der gekommen ist, um das Feuer der Nächstenliebe auf die Erde zu bringen. Denn wenn es einen Kampf für den Glauben gibt, darf dieser niemals den Kampf für die Nächstenliebe vergessen machen.
Die Fastenzeit kann wirklich zum Auslöser werden. Um uns herum gibt es eine riesige Leere. Sobald eine Prüfung eintritt, sobald das Leben Risse bekommt, suchen viele nach etwas Tieferem, Spirituellerem – und sie finden nichts! Diese Leere ist reell und oft tragisch. Wir Katholiken jedoch wissen, nicht aus Stolz, sondern aus Verantwortungsbewusstsein, dass wir eine Antwort haben, eine einzige, aber vollständige: Jesus Christus.
Mit diesem erneuerten Blick werden wir eine entscheidende Fastenzeit erleben können — eine Fastenzeit, die nicht einfach nur eine weitere Busszeit ist, sondern eine Zeit, die unser Leben wirklich verwandelt. Nicht nur zu unserer eigenen Heiligung, sondern auch für all jene Seelen um uns herum, die aufrichtig das Gute suchen. Hinter Spott, Hohn oder scheinbarer Kälte verbergen sich oft verletzte Herzen, wartend, durstig nach Gott.
Nichts ist fruchtbarer als das Zeugnis des Alltags bei den Menschen, denen wir täglich begegnen, mit denen wir Arbeit, Freuden und die gewöhnlichen Prüfungen des Lebens teilen. Hier entscheidet sich alles!
Möge dieser Februar für jeden eine echte innere Vorbereitung sein und uns den Beginn dieser Fastenzeit mit Grosszügigkeit und in aller Ehrlichkeit erleben lassen!
Es ist wirklich schön zu sehen, dass das wachsende Interesse an der katholischen Religion in unserer Welt zunimmt. Es ist mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich, in unseren Kapellen eine oder mehrere Personen zu sehen, die sich auf die hl. Taufe vorbereiten oder darum bitten, in die Kirche aufgenommen zu werden. Für uns, die seit der Geburt Katholiken sind, ist dies eine zutiefst tröstliche Realität und eine wahre Ermutigung: das unauffällige, aber wirkliche Zeichen eines geistlichen Durstes von Seelen auf der Suche nach Wahrheit.
Diese Feststellung kann uns nur anspornen und in unserer eigenen Treue stärken. Und die nahende Fastenzeit ist vielleicht eine ausgezeichnete Gelegenheit. Der Monat Feb-
ruar führt uns zunächst in die Zeit der Septuagesima ein. Dann folgt die eigentliche Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. Diese Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest ist ein Aufruf zu einer echten inneren Umkehr und sollte uns nicht gleichgültig lassen. Um uns herum beobachten viele Menschen die Katholiken, um zu sehen, was der Glaube an Christus dem menschlichen Leben wirklich bringen kann.
Aber kehren wir zu unseren Konvertiten zurück: Was vielleicht am meisten beeindruckt, ist ihr Eifer und ihr Grossmut. Man könnte es der Begeisterung des Anfangs zuschreiben. Die Seelen haben bisher wenig oder fast nichts empfangen. Sie zeigen den tiefen Wunsch, zu lernen, zu verstehen, zu den Messen zu kommen, an den Gottesdiensten teilzunehmen, selbst wenn sie noch nicht die Kommunion empfangen können. Sie brauchen viel Geduld und Ausdauer bis sie ihre Taufe erhalten dürfen. Doch oft halten diese Personen durch und geben nicht auf, auch wenn es schwierig ist.
Es ist ein Zeugnis, das beeindruckt. Es hinterfragt unsere Gewohnheiten und ruft uns zu mehr Grosszügigkeit auf. Und gerade in der Fastenzeit sollte der apostolische Geist in uns erwachen, nicht nur als Pflicht gegenüber anderen, sondern auch als wahrer Antrieb für unsere eigene Heiligung.
Aber genau hier liegt der Kern der Sache: Nichts davon geschieht von selbst. Diese Seelen schreiten nur mit solcher Entschlossenheit voran, weil sie eine Hilfe, ein Zeugnis oder manchmal eine diskrete, aber ausschlaggebende Person gefunden haben, die ihnen geholfen und sie geleitet hat. Sehr oft suchten sie einfach jemanden, der sie führen und ihre Fragen beantworten konnte.
Hier liegt unsere ganze Verantwortung, eine tief apostolische Verantwortung. Man sagt es oft und zu Recht: Man gibt nur, was man selbst hat. Wenn die Flamme der göttlichen Liebe nicht in uns brennt, können wir nichts weitergeben. Es geht nicht um lange Reden oder darum, alles von sich zu erzählen. Allein die Tatsache, durchscheinen zu lassen, was uns wichtig ist, kann für eine suchende Seele bereits eine wertvolle Hilfe sein.
Es geht nicht darum, prahlerisch zu sein, noch weniger darum, uns aufzudrängen. Es geht einfach darum, keine Angst davor zu haben, zu sein, wer wir sind: Kinder Gottes. Wie schmerzhaft ist es manchmal, die Reaktionen guter Menschen nach langen Jahren der Nachbarschaft oder Zusammenarbeit zu erfahren: „Ich hätte nie gedacht, dass du katholisch bist…“ Diese Worte verletzen, weil sie ein ängstliches Schweigen offenbaren, wo eigentlich ein schlichtes, selbstbewusstes Glaubensbekenntnis hätte vorhanden sein sollen. Ohne uns in den Vordergrund zu stellen, müssen wir dennoch stolz auf das sein, was wir sind – und sollen vor allem das, was in uns am wesentlichsten ist, nicht verbergen.
Also, zu Beginn der Fastenzeit sollten wir uns diese einfache und entscheidende Frage stellen: Sind wir glaubwürdig in unserem Glauben? Das, was wir erleben, wer wir sind, wie wir handeln, unser Leben – entspricht all das dem, was wir glauben? Wenn es eine Diskrepanz gibt, dann ist die Fastenzeit genau der richtige Zeitpunkt, um aus einem nur privat geäusserten Glauben einen gelebten Glauben zu machen.
Ich betone: Es geht weder darum, Eindruck zu schinden, noch darum, unsere berufliche Umgebung unnötig zu stören. Es geht einfach darum, keine Angst davor zu haben, wer wir sind. Die Fastenzeit kann uns gerade dabei helfen, unser Glaubensleben authentischer zu leben, echte Nächstenliebe zu üben und die Tugenden des Evangeliums konkret zu verkörpern. Letztlich ist das alles gar nicht so kompliziert!
Aber das setzt eine wesentliche Tugend voraus: die Glut einer Nächstenliebe, die nur aus einem innerlichen Leben kommen kann. Wenn wir uns nicht die Zeit zum Beten nehmen, wenn wir die Fastenzeit nicht nutzen, um wieder treuer zur hl. Messe zurückzukehren, wenn wir Weiterbildung, Lektüre und Vertiefung des Glaubens vernachlässigen, bleibt alles andere unbeständig. Der apostolische Elan ist niemals spontan: Er entsteht aus einer gut und richtig geformten Seele. Was man anderen gibt, ist nur ein Überschuss, und dieser Überschuss existiert nur, wenn man sich selber zuerst vollgetankt hat.
Wenn man selbst zutiefst überzeugt ist, wird das, was schwierig erschien, fast natürlich. Von dem zu leben, was man ist, zieht notwendigerweise Blicke auf sich und weckt Fragen. Der hl. Franz von Assisi liebte es zu sagen, dass schon das blosse Tragen des Ordensgewandes in der Stadt eine Art des Predigens sei, ohne dass man überhaupt sprechen müsse. Gleiches gilt für uns: durch unsere Kleidung, unsere Art zu sein, unsere Reaktionen, unsere einfachen Gebete, durch eine echte, nicht vorgetäuschte Nächstenliebe. Wenn wir uns wirklich die Zeit nehmen und uns für den anderen einsetzen, werden wir stille Zeugen dieses Gottes, der gekommen ist, um das Feuer der Nächstenliebe auf die Erde zu bringen. Denn wenn es einen Kampf für den Glauben gibt, darf dieser niemals den Kampf für die Nächstenliebe vergessen machen.
Die Fastenzeit kann wirklich zum Auslöser werden. Um uns herum gibt es eine riesige Leere. Sobald eine Prüfung eintritt, sobald das Leben Risse bekommt, suchen viele nach etwas Tieferem, Spirituellerem – und sie finden nichts! Diese Leere ist reell und oft tragisch. Wir Katholiken jedoch wissen, nicht aus Stolz, sondern aus Verantwortungsbewusstsein, dass wir eine Antwort haben, eine einzige, aber vollständige: Jesus Christus.
Mit diesem erneuerten Blick werden wir eine entscheidende Fastenzeit erleben können — eine Fastenzeit, die nicht einfach nur eine weitere Busszeit ist, sondern eine Zeit, die unser Leben wirklich verwandelt. Nicht nur zu unserer eigenen Heiligung, sondern auch für all jene Seelen um uns herum, die aufrichtig das Gute suchen. Hinter Spott, Hohn oder scheinbarer Kälte verbergen sich oft verletzte Herzen, wartend, durstig nach Gott.
Nichts ist fruchtbarer als das Zeugnis des Alltags bei den Menschen, denen wir täglich begegnen, mit denen wir Arbeit, Freuden und die gewöhnlichen Prüfungen des Lebens teilen. Hier entscheidet sich alles!
Möge dieser Februar für jeden eine echte innere Vorbereitung sein und uns den Beginn dieser Fastenzeit mit Grosszügigkeit und in aller Ehrlichkeit erleben lassen!