Vorwort des Distriktoberen

Liebe Gläubige, liebe Freunde und Wohltäter!

Wenn diese Zeilen erscheinen, werden die Bischofsweihen vom 1. Juli bereits stattgefunden haben. Seit mehreren Monaten hat dieses Ereignis zahlreiche Reaktionen hervorgerufen – manche voller Freude, andere von Sorge geprägt, wieder andere kritisch. Mehr denn je liegt es heute an uns, den inneren Frieden und den Geist des Glaubens zu bewahren. Wir wissen, wie sehr diese Entscheidung von Überlegungen, Beratungen und vor allem von Gebeten begleitet war. Es steht uns nicht zu, vorauszusagen, was die Zukunft bringen oder welche Folgen dieses Ereignis haben wird. Die Kirche ist ihren Weg stets durch menschliche Schwierigkeiten und Unsicherheiten hindurch gegangen, geführt von einer Vorsehung, die unaufhörlich über sie wacht.

Sicher ist, dass die Bischöfe, die dieses Amt übernommen haben, fortan eine grosse Verantwortung tragen. In den kommenden Jahren werden sie die Sakramente der Firmung und vor allem der Priesterweihe spenden; ausserdem müssen sie dazu beitragen, den Schatz der katholischen Lehre unversehrt weiterzugeben. Mehr als Kommentare oder Analysen brauchen sie unsere Gebete.

Abgesehen von den gegenwärtigen Umständen dürfen wir in diesen Bischofsweihen vor allem einen Anlass zur Dankbarkeit sehen. Seit zweitausend Jahren erfüllt die Kirche denselben Auftrag: die Menschen zu unserem Herrn Jesus Christus zu führen und ihnen die Heilsmittel zu schenken. Menschen kommen und gehen, Generationen folgen aufeinander, doch dieser Auftrag bleibt bestehen. Genau diese Kontinuität des Werkes Gottes kommt in den Bischofsweihen zum Ausdruck: die Sorge der Kirche um die Seelen, das Bestreben, die Sakramente weiterzugeben und das Glaubensgut für kommende Generationen zu bewahren.

Während die Kirche ihre Sendung durch die Jahrhunderte hindurch fortsetzt, verändert sich die Welt um sie herum ständig. Manche Entwicklungen vollziehen sich langsam; andere stellen innerhalb weniger Jahre Gewohnheiten in Frage, die lange Zeit unveränderlich erschienen. Zu den Themen, die unsere Zeit besonders prägen, gehört zweifellos die künstliche Intelligenz. Im Bewusstsein der Herausforderungen, die sie für den Menschen und die Gesellschaft mit sich bringt, widmete Papst Leo XIV. ihr seine Enzyklika Magnifica Humanitas. Ohne hier auf eine eingehende Analyse dieses Textes einzugehen, ist es bemerkenswert, wie deutlich diese Überlegungen einige grundlegende Fragen des modernen Menschen widerspiegeln.

Tatsächlich ist es beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit sich diese neuen Technologien entwickeln. Innerhalb weniger Jahre haben sie die Art und Weise, wie wir arbeiten, lernen und kommunizieren, tiefgreifend verändert. Viele sehen darin neue Chancen; andere erkennen zugleich reale Gefahren. Für den Christen bleibt die eigentliche Herausforderung jedoch dieselbe: eine richtige Sicht des Menschen zu bewahren. Eine Maschine mag bestimmte Vorgänge des menschlichen Denkens nachahmen können, doch sie besitzt weder ein moralisches Gewissen noch wahre Freiheit oder eine unsterbliche Seele. Sie kann Gott nicht lieben, keine Verdienste erwerben und sich nicht heiligen. Angesichts der technischen Leistungen, die unsere Zeit so sehr beeindrucken, dürfen wir nicht vergessen, worin die wahre Grösse des Menschen besteht: in seiner geistigen Seele, die nach dem Bild Gottes geschaffen wurde und zur Teilnahme an seinem ewigen Glück berufen ist.

Mitunter beobachten wir das Entstehen eines Menschenbildes, das den Menschen auf seine biologischen, psychologischen oder technischen Fähigkeiten reduziert. Eine solche Sichtweise wird weder der Wirklichkeit noch der Würde der menschlichen Person gerecht. Paradoxerweise wird es umso notwendiger, wiederzuentdecken, was den Menschen wirklich ausmacht, je weiter der technische Fortschritt voranschreitet. Die Entwicklungen unserer Zeit machen die christliche Lehre nicht überholt; vielmehr zeigen sie ihre bleibende Aktualität und ihre tiefe Wahrheit.

Deshalb ist die Aufgabe der Erziehung und Bildung heute wichtiger denn je. In unseren Familien, in unseren Schulen, in unseren Prioraten und in all unseren Werken bemühen wir uns darum, mehr als bloss Wissen zu vermitteln. Wir möchten dazu beitragen, den ganzen Menschen zu formen: einen Verstand, der die Wahrheit erkennen kann, einen Willen, der das Gute wählt, einen gefestigten Charakter und eine zutiefst christliche Seele. Die Herausforderungen unserer Zeit schwächen diese Sendung nicht, sie machen sie vielmehr noch dringlicher. In vielerlei Hinsicht bestätigen sie uns darin, wie notwendig es ist, dieses Apostolat einer ganzheitlichen christlichen Bildung treu fortzuführen, dem so viele Familien, Lehrer, Ordensleute und Priester grosszügig ihre Kräfte widmen.

Diese Kontinuität des Werkes Gottes zeigt sich auch im alltäglichen Leben der Kirche. Verantwortlichkeiten werden weitergegeben, Generationen folgen aufeinander, und jeder erhält für eine gewisse Zeit die Aufgabe, die ihm die Vorsehung anvertraut. Nach sechs Jahren im Dienst des Schweizer Distrikts ist für mich nun die Zeit gekommen, dieses Amt an meinen Nachfolger zu übergeben. Diese Übergabe mag nicht dieselbe Tragweite haben wie die zuvor angesprochenen Themen; für mich ist sie jedoch ein besonderer Anlass, Gott für alles zu danken, was er in diesen Jahren in meinem begrenzten Aufgabenbereich gewirkt hat.

Wenn ich zurückblicke, sind es weniger die sichtbaren Ergebnisse, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als vielmehr die zahlreichen Gnaden, die der liebe Gott gewährt hat. Trotz unserer Grenzen und Schwächen segnet er weiterhin grosszügig alle Bemühungen, die im Dienst der Seelen unternommen werden. Die Berufungen, die weiterhin geweckt werden, die Schulen, die ihren Auftrag erfüllen, die Kapellen, die wachsen, die Wallfahrten, die Jahr für Jahr die Gläubigen versammeln, die Grosszügigkeit so vieler Familien, der tägliche Einsatz der Priester, Brüder, Ordensschwestern und all jener, die im Verborgenen der Kirche dienen – all dies sind wahre Gründe zur Dankbarkeit.

An dieser Stelle möchte ich allen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, mit denen ich in diesen Jahren die Gnade hatte zusammenzuarbeiten. Ich denke dabei besonders an die Priester unseres Distrikts, die Tag für Tag die Verantwortung des Apostolats und der Seelsorge tragen. Mein Dank gilt ebenso jenen, die in der Verwaltung des Distrikts tätig waren, oft im Hintergrund, aber mit bemerkenswerter Hingabe, sowie den Ordensbrüdern, Ordensschwestern und allen Gemeinschaften, die zum Gedeihen unserer Werke beitragen. Schliesslich danke ich allen Gläubigen, deren Treue, Vertrauen und Opferbereitschaft dazu beitragen, dass dieses Apostolat weiterhin Frucht bringt.

Gewiss bleibt noch vieles zu tun. Die Bedürfnisse der Seelen sind gross, die Herausforderungen zahlreich und die verfügbaren Mittel oft begrenzt. Umso ermutigender ist es zu sehen, dass das Werk weiter wächst. Menschen wechseln, Verantwortlichkeiten werden weitergegeben, doch Gott bleibt treu. Mit Freude übergebe ich dieses Amt nun an Pater Fabian Reiser. Ich bin überzeugt, dass er bei den Priestern und Gläubigen dieselbe grosszügige Unterstützung finden wird, die auch mir in all diesen Jahren zuteilgeworden ist. Von Herzen wünsche ich ihm die Hilfe der göttlichen Gnade für diese anspruchsvolle und zugleich so schöne Aufgabe im Dienst der Kirche und der Seelen.

Die verschiedenen Themen, die in diesem Leitartikel angesprochen wurden, führen letztlich zu derselben Erkenntnis. Die Bischofsweihen erinnern an die Kontinuität der apostolischen Sendung. Der technische Fortschritt lädt uns ein, die wahre Grösse des Menschen, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist, neu zu entdecken. Die Weitergabe von Verantwortung innerhalb der Kirche erinnert uns daran, dass jeder nur ein Diener ist, berufen, die ihm anvertraute Aufgabe für eine bestimmte Zeit zu erfüllen. Hinter all diesen unterschiedlichen Wirklichkeiten steht dieselbe Gewissheit: Die Welt verändert sich, die Umstände wandeln sich, Menschen kommen und gehen – doch unser Herr bleibt.

Diese einfache und zugleich tiefgründige Wahrheit erklärt die Gelassenheit, mit der der Christ in die Zukunft blickt. Ereignisse mögen überraschen, Situationen sich verändern und Verantwortlichkeiten weitergegeben werden; doch die Quelle unseres Vertrauens bleibt dieselbe. Derjenige, der seine Kirche gestern geleitet hat, leitet sie auch heute und wird sie auch morgen führen. Wie der heilige Paulus schreibt: „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.“ Seit zwanzig Jahrhunderten bestätigt sich dieses Wort immer wieder. Bischöfe, Priester und Gläubige sind nur vorübergehende Werkzeuge eines Werkes, das sie unendlich übersteigt. Christus selbst bleibt. Er wirkt weiterhin in seiner Kirche, heiligt die Seelen und spendet seine Gnade durch die Sakramente. Deshalb dürfen wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken. An Herausforderungen wird es nicht fehlen, ebenso wenig an Kreuzen oder Ungewissheiten. Doch die Vorsehung, die die Kirche bis heute geführt hat, wird auch morgen nicht aufhören, über sie zu wachen. Möge diese Überzeugung uns helfen, treu zu bleiben, mehr für unsere Bischöfe, unsere Priester und unsere Familien zu beten und den Kampf des Glaubens in der heutigen Welt mutig fortzusetzen.

Dominus vobiscum! Dieser Gruss, den wir so oft in der heiligen Messe hören, fasst letztlich alles zusammen, was wir uns für die Zukunft wünschen können: Der Herr sei mit euch! Möge er uns führen und begleiten, uns beschützen und stärken und uns eines Tages zur Freude des ewigen Heils geleiten.

Vorwort des Distriktoberen

Wenn diese Zeilen erscheinen, werden die Bischofsweihen vom 1. Juli bereits stattgefunden haben. Seit mehreren Monaten hat dieses Ereignis zahlreiche Reaktionen hervorgerufen – manche voller Freude, andere von Sorge geprägt, wieder andere kritisch. Mehr denn je liegt es heute an uns, den inneren Frieden und den Geist des Glaubens zu bewahren. Wir wissen, wie sehr diese Entscheidung von Überlegungen, Beratungen und vor allem von Gebeten begleitet war. Es steht uns nicht zu, vorauszusagen, was die Zukunft bringen oder welche Folgen dieses Ereignis haben wird. Die Kirche ist ihren Weg stets durch menschliche Schwierigkeiten und Unsicherheiten hindurch gegangen, geführt von einer Vorsehung, die unaufhörlich über sie wacht.

Sicher ist, dass die Bischöfe, die dieses Amt übernommen haben, fortan eine grosse Verantwortung tragen. In den kommenden Jahren werden sie die Sakramente der Firmung und vor allem der Priesterweihe spenden; ausserdem müssen sie dazu beitragen, den Schatz der katholischen Lehre unversehrt weiterzugeben. Mehr als Kommentare oder Analysen brauchen sie unsere Gebete.

Abgesehen von den gegenwärtigen Umständen dürfen wir in diesen Bischofsweihen vor allem einen Anlass zur Dankbarkeit sehen. Seit zweitausend Jahren erfüllt die Kirche denselben Auftrag: die Menschen zu unserem Herrn Jesus Christus zu führen und ihnen die Heilsmittel zu schenken. Menschen kommen und gehen, Generationen folgen aufeinander, doch dieser Auftrag bleibt bestehen. Genau diese Kontinuität des Werkes Gottes kommt in den Bischofsweihen zum Ausdruck: die Sorge der Kirche um die Seelen, das Bestreben, die Sakramente weiterzugeben und das Glaubensgut für kommende Generationen zu bewahren.

Während die Kirche ihre Sendung durch die Jahrhunderte hindurch fortsetzt, verändert sich die Welt um sie herum ständig. Manche Entwicklungen vollziehen sich langsam; andere stellen innerhalb weniger Jahre Gewohnheiten in Frage, die lange Zeit unveränderlich erschienen. Zu den Themen, die unsere Zeit besonders prägen, gehört zweifellos die künstliche Intelligenz. Im Bewusstsein der Herausforderungen, die sie für den Menschen und die Gesellschaft mit sich bringt, widmete Papst Leo XIV. ihr seine Enzyklika Magnifica Humanitas. Ohne hier auf eine eingehende Analyse dieses Textes einzugehen, ist es bemerkenswert, wie deutlich diese Überlegungen einige grundlegende Fragen des modernen Menschen widerspiegeln.

Tatsächlich ist es beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit sich diese neuen Technologien entwickeln. Innerhalb weniger Jahre haben sie die Art und Weise, wie wir arbeiten, lernen und kommunizieren, tiefgreifend verändert. Viele sehen darin neue Chancen; andere erkennen zugleich reale Gefahren. Für den Christen bleibt die eigentliche Herausforderung jedoch dieselbe: eine richtige Sicht des Menschen zu bewahren. Eine Maschine mag bestimmte Vorgänge des menschlichen Denkens nachahmen können, doch sie besitzt weder ein moralisches Gewissen noch wahre Freiheit oder eine unsterbliche Seele. Sie kann Gott nicht lieben, keine Verdienste erwerben und sich nicht heiligen. Angesichts der technischen Leistungen, die unsere Zeit so sehr beeindrucken, dürfen wir nicht vergessen, worin die wahre Grösse des Menschen besteht: in seiner geistigen Seele, die nach dem Bild Gottes geschaffen wurde und zur Teilnahme an seinem ewigen Glück berufen ist.

Mitunter beobachten wir das Entstehen eines Menschenbildes, das den Menschen auf seine biologischen, psychologischen oder technischen Fähigkeiten reduziert. Eine solche Sichtweise wird weder der Wirklichkeit noch der Würde der menschlichen Person gerecht. Paradoxerweise wird es umso notwendiger, wiederzuentdecken, was den Menschen wirklich ausmacht, je weiter der technische Fortschritt voranschreitet. Die Entwicklungen unserer Zeit machen die christliche Lehre nicht überholt; vielmehr zeigen sie ihre bleibende Aktualität und ihre tiefe Wahrheit.

Deshalb ist die Aufgabe der Erziehung und Bildung heute wichtiger denn je. In unseren Familien, in unseren Schulen, in unseren Prioraten und in all unseren Werken bemühen wir uns darum, mehr als bloss Wissen zu vermitteln. Wir möchten dazu beitragen, den ganzen Menschen zu formen: einen Verstand, der die Wahrheit erkennen kann, einen Willen, der das Gute wählt, einen gefestigten Charakter und eine zutiefst christliche Seele. Die Herausforderungen unserer Zeit schwächen diese Sendung nicht, sie machen sie vielmehr noch dringlicher. In vielerlei Hinsicht bestätigen sie uns darin, wie notwendig es ist, dieses Apostolat einer ganzheitlichen christlichen Bildung treu fortzuführen, dem so viele Familien, Lehrer, Ordensleute und Priester grosszügig ihre Kräfte widmen.

Diese Kontinuität des Werkes Gottes zeigt sich auch im alltäglichen Leben der Kirche. Verantwortlichkeiten werden weitergegeben, Generationen folgen aufeinander, und jeder erhält für eine gewisse Zeit die Aufgabe, die ihm die Vorsehung anvertraut. Nach sechs Jahren im Dienst des Schweizer Distrikts ist für mich nun die Zeit gekommen, dieses Amt an meinen Nachfolger zu übergeben. Diese Übergabe mag nicht dieselbe Tragweite haben wie die zuvor angesprochenen Themen; für mich ist sie jedoch ein besonderer Anlass, Gott für alles zu danken, was er in diesen Jahren in meinem begrenzten Aufgabenbereich gewirkt hat.

Wenn ich zurückblicke, sind es weniger die sichtbaren Ergebnisse, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als vielmehr die zahlreichen Gnaden, die der liebe Gott gewährt hat. Trotz unserer Grenzen und Schwächen segnet er weiterhin grosszügig alle Bemühungen, die im Dienst der Seelen unternommen werden. Die Berufungen, die weiterhin geweckt werden, die Schulen, die ihren Auftrag erfüllen, die Kapellen, die wachsen, die Wallfahrten, die Jahr für Jahr die Gläubigen versammeln, die Grosszügigkeit so vieler Familien, der tägliche Einsatz der Priester, Brüder, Ordensschwestern und all jener, die im Verborgenen der Kirche dienen – all dies sind wahre Gründe zur Dankbarkeit.

An dieser Stelle möchte ich allen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, mit denen ich in diesen Jahren die Gnade hatte zusammenzuarbeiten. Ich denke dabei besonders an die Priester unseres Distrikts, die Tag für Tag die Verantwortung des Apostolats und der Seelsorge tragen. Mein Dank gilt ebenso jenen, die in der Verwaltung des Distrikts tätig waren, oft im Hintergrund, aber mit bemerkenswerter Hingabe, sowie den Ordensbrüdern, Ordensschwestern und allen Gemeinschaften, die zum Gedeihen unserer Werke beitragen. Schliesslich danke ich allen Gläubigen, deren Treue, Vertrauen und Opferbereitschaft dazu beitragen, dass dieses Apostolat weiterhin Frucht bringt.

Gewiss bleibt noch vieles zu tun. Die Bedürfnisse der Seelen sind gross, die Herausforderungen zahlreich und die verfügbaren Mittel oft begrenzt. Umso ermutigender ist es zu sehen, dass das Werk weiter wächst. Menschen wechseln, Verantwortlichkeiten werden weitergegeben, doch Gott bleibt treu. Mit Freude übergebe ich dieses Amt nun an Pater Fabian Reiser. Ich bin überzeugt, dass er bei den Priestern und Gläubigen dieselbe grosszügige Unterstützung finden wird, die auch mir in all diesen Jahren zuteilgeworden ist. Von Herzen wünsche ich ihm die Hilfe der göttlichen Gnade für diese anspruchsvolle und zugleich so schöne Aufgabe im Dienst der Kirche und der Seelen.

Die verschiedenen Themen, die in diesem Leitartikel angesprochen wurden, führen letztlich zu derselben Erkenntnis. Die Bischofsweihen erinnern an die Kontinuität der apostolischen Sendung. Der technische Fortschritt lädt uns ein, die wahre Grösse des Menschen, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist, neu zu entdecken. Die Weitergabe von Verantwortung innerhalb der Kirche erinnert uns daran, dass jeder nur ein Diener ist, berufen, die ihm anvertraute Aufgabe für eine bestimmte Zeit zu erfüllen. Hinter all diesen unterschiedlichen Wirklichkeiten steht dieselbe Gewissheit: Die Welt verändert sich, die Umstände wandeln sich, Menschen kommen und gehen – doch unser Herr bleibt.

Diese einfache und zugleich tiefgründige Wahrheit erklärt die Gelassenheit, mit der der Christ in die Zukunft blickt. Ereignisse mögen überraschen, Situationen sich verändern und Verantwortlichkeiten weitergegeben werden; doch die Quelle unseres Vertrauens bleibt dieselbe. Derjenige, der seine Kirche gestern geleitet hat, leitet sie auch heute und wird sie auch morgen führen. Wie der heilige Paulus schreibt: „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.“ Seit zwanzig Jahrhunderten bestätigt sich dieses Wort immer wieder. Bischöfe, Priester und Gläubige sind nur vorübergehende Werkzeuge eines Werkes, das sie unendlich übersteigt. Christus selbst bleibt. Er wirkt weiterhin in seiner Kirche, heiligt die Seelen und spendet seine Gnade durch die Sakramente. Deshalb dürfen wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken. An Herausforderungen wird es nicht fehlen, ebenso wenig an Kreuzen oder Ungewissheiten. Doch die Vorsehung, die die Kirche bis heute geführt hat, wird auch morgen nicht aufhören, über sie zu wachen. Möge diese Überzeugung uns helfen, treu zu bleiben, mehr für unsere Bischöfe, unsere Priester und unsere Familien zu beten und den Kampf des Glaubens in der heutigen Welt mutig fortzusetzen.

Dominus vobiscum! Dieser Gruss, den wir so oft in der heiligen Messe hören, fasst letztlich alles zusammen, was wir uns für die Zukunft wünschen können: Der Herr sei mit euch! Möge er uns führen und begleiten, uns beschützen und stärken und uns eines Tages zur Freude des ewigen Heils geleiten.

Ganzer Bildschirm