

Liebe Gläubige, liebe Freunde und Wohltäter!

Zu Beginn dieses Monats März treten wir in die Fastenzeit ein, und wir müssen zugeben, dass diese Zeit uns ein wenig Angst macht! Allein ihre Erwähnung weckt in uns den Wunsch, diese 40 Tage so schnell wie möglich zu beenden, um die Freude der Auferstehung in vollen Zügen zu geniessen. Das ist sehr menschlich!
Wenn uns jedoch Menschen ohne Wissen über den katholischen Glauben fragen, was an der Fastenzeit so anspruchsvoll ist, können wir es nicht leicht erklären. Wir betonen, dass es sich um eine Zeit der Busse handelt, dass Erwachsene an zwei Tagen fasten müssen, zu Beginn am Aschermittwoch und am Ende, am Karfreitag. Dass aber alles andere nicht streng verpflichtend ist und unserer eigenen Grosszügigkeit überlassen bleibt. Hat man das gesagt... stellt man schliesslich fest, dass es gar nicht so schlimm ist!
Vielleicht haben wir die Fastenzeit sogar mit dem Ramadan verglichen und dabei die Tatsache hervorgehoben, dass der Islam einen Monat lang tagsüber absolutes Fasten verlangt. Dass man aber, sobald die Zeit des Fastens abläuft, normal und ausgiebig essen darf, was doch etwas heuchlerisch erscheint... Und doch haben wir uns wahrscheinlich im Tief-sten gefragt, ob wir fähig wären, einen Monat lang tagsüber auf Essen und Trinken zu verzichten, selbst wenn wir das nachholen würden, sobald die Nacht wieder hereinbricht.
Aber wir könnten entgegnen, dass es auf den Geist ankommt und nicht auf die buchstabengetreue Einhaltung eines durch minutiöse Gesetze vorgeschriebenen Fastens. Natürlich ist es der Geist, der belebt, doch das andere Extrem könnte uns ebenfalls auflauern. Wir würden uns dann mit dem Geist der Fastenzeit begnügen und riskierten dabei, jedes Werk der Busse verschwinden zu lassen. Und so würden wir die Fastenzeit übergehen. Erlauben Sie mir daher, Ihnen drei kleine Ratschläge zu geben, wie Sie diese Zeit der Busse zu einer echten und notwendigen spirituellen Transformation machen können.
Um gut in die Fastenzeit einzutreten und sie gut durchzustehen, müssen wir zunächst von der Notwendigkeit und den Vorteilen dieser Busszeit überzeugt sein. Ein einfacher Vergleich mit dem Gesundheitswesen wird uns dies verdeutlichen: Wenn wir an der Wirksamkeit einer medizinischen Behandlung zweifeln, ist es offensichtlich, dass sie nicht denselben Erfolg haben wird, wie wenn wir von ihrem Nutzen zutiefst überzeugt sind. Ähnlich verhält es sich mit der Fastenzeit: Ihr Erfolg hängt zum grossen Teil von unserer Überzeugung ab, uns voll und grosszügig einzusetzen.
Aber was ist eigentlich dieser Erfolg? Gott zu finden, wiederzufinden und ihn in den Mittelpunkt, ins Herz unseres Lebens zu stellen! Der Materialismus des Westens macht es notwendiger denn je, eine besondere Zeit zu haben, in der wir alles an seinen Platz stellen. Um dies zu erreichen, müssen wir Verlangen nach Gott haben und seine Gegenwart in unserem Leben verspüren. Aber die Bequemlichkeit und der allgegenwärtige materielle Komfort lassen uns das so leicht vergessen! Wir müssen also einige ganz konkrete Vorsätze fassen, um uns unserer tatsächlichen Abhängigkeiten bewusst zu werden und sie zu überwinden. Das kann die Gourmandise sein: Wir naschen zwischen den Mahlzeiten. Es kann der Gebrauch des Smartphones sein, wenn wir täglich Stunden damit verschwenden. Oder in einem anderen Bereich der Mangel an Grosszügigkeit bei unserer Standespflicht: Wir verschieben das, was uns schwerfällt, auf den nächsten Tag. Oder auch die Praxis der Nächstenliebe: Nicht kritisieren, in Schwierigkeiten lächeln, schweigen anstatt zu kontern!
Es gibt viele Möglichkeiten, auf einfache, aber entschlossene Weise eine gute Fastenzeit zu verbringen. Wir leben in einer Welt, die uns mit so vielen Nichtigkeiten beansprucht. Wir sollten diese Gefahren erkennen, uns ihrer bewusst sein und vor allem etwas dagegen tun, ohne uns zu schnell entmutigen zu lassen.
Und diese Arbeit, wenn sie Fortschritte macht, befreit unser Herz und macht es fähig, den wahren Wert der Dinge zu entdecken. Sie lässt uns erkennen, wo die wahren Güter sind; sie zeigt uns die Vorzüge des Gebetslebens. Und das ist auch und vor allem die Fastenzeit: Eine Zeit der Busse ja, aber mit dem Ziel, uns Gott näher zu bringen, ein geistliches Leben zu führen, das diesen Namen verdient. Das ist die positive Seite der heiligen 40 Tage. Die gesamte Liturgie führt uns auf das hin. Wir müssen uns also diese Schätze der Spiritualität aneignen. Denken wir insbesondere an das betrachtende Gebet, das uns zu einem echten, persönlichen Herz zu Herz mit Gott einlädt. Wir können es einfach machen, indem wir einen Text langsam und innehaltend lesen, wie die Jungfrau Maria die Worte Jesu in ihrem Herzen bewahrte und darüber nachdachte. Diese Betrachtung sollte Ziel unseres inneren Lebens sein. Wir sollten den Wunsch haben, diese Momente der Vertrautheit mit unserem Schöpfer und Erlöser zu haben. Er hat uns so sehr geliebt! Und die Fastenzeit gipfelt in der Karwoche, in der das durchbohrte Herz des Erlösers uns seine unendliche Liebe erkennen lässt.
Schliesslich ein letzter Rat nach der Ermutigung zu Werken der Busse und dem Streben nach einem Leben des Gebets. Vergessen wir nicht, was die Heiligen immer wieder gesagt haben: Um uns zu heiligen, müssen wir es wollen, wieder wollen, immer wieder wollen. Das ist das Erfolgsrezept, auch und gerade im geistlichen Leben: Beständigkeit und Treue. Und das ist es, was unsere Fastenzeit zu einer heiligen Fastenzeit machen wird: Immer und immer wieder von der Wohltat dieser sehr konkreten Werke der Busse und des geistlichen Gebets überzeugt zu sein. Wenn wir diese Überzeugungskraft haben, gibt es keinen Zweifel daran, dass der liebe Gott uns helfen wird.
Lassen Sie uns abschliessend daran denken, den Gebetskreuzzug für Berufungen in unsere Bemühungen einzubeziehen, nicht als zusätzliche Last, sondern als Motivation. Die oben erwähnten Versuchungen und Gefahren sind für junge Menschen besonders präsent, um sie davon abzuhalten, auf den Ruf Gottes zu antworten. Möge diese Fastenzeit für diese jungen Menschen, wie auch für jeden von uns, eine Gelegenheit sein, den Willen unseres himmlischen Vaters zu tun und Heilige zu werden. Eine gute und heilige Fastenzeit wünschen wir Ihnen!



Zu Beginn dieses Monats März treten wir in die Fastenzeit ein, und wir müssen zugeben, dass diese Zeit uns ein wenig Angst macht! Allein ihre Erwähnung weckt in uns den Wunsch, diese 40 Tage so schnell wie möglich zu beenden, um die Freude der Auferstehung in vollen Zügen zu geniessen. Das ist sehr menschlich!
Wenn uns jedoch Menschen ohne Wissen über den katholischen Glauben fragen, was an der Fastenzeit so anspruchsvoll ist, können wir es nicht leicht erklären. Wir betonen, dass es sich um eine Zeit der Busse handelt, dass Erwachsene an zwei Tagen fasten müssen, zu Beginn am Aschermittwoch und am Ende, am Karfreitag. Dass aber alles andere nicht streng verpflichtend ist und unserer eigenen Grosszügigkeit überlassen bleibt. Hat man das gesagt... stellt man schliesslich fest, dass es gar nicht so schlimm ist!
Vielleicht haben wir die Fastenzeit sogar mit dem Ramadan verglichen und dabei die Tatsache hervorgehoben, dass der Islam einen Monat lang tagsüber absolutes Fasten verlangt. Dass man aber, sobald die Zeit des Fastens abläuft, normal und ausgiebig essen darf, was doch etwas heuchlerisch erscheint... Und doch haben wir uns wahrscheinlich im Tief-sten gefragt, ob wir fähig wären, einen Monat lang tagsüber auf Essen und Trinken zu verzichten, selbst wenn wir das nachholen würden, sobald die Nacht wieder hereinbricht.
Aber wir könnten entgegnen, dass es auf den Geist ankommt und nicht auf die buchstabengetreue Einhaltung eines durch minutiöse Gesetze vorgeschriebenen Fastens. Natürlich ist es der Geist, der belebt, doch das andere Extrem könnte uns ebenfalls auflauern. Wir würden uns dann mit dem Geist der Fastenzeit begnügen und riskierten dabei, jedes Werk der Busse verschwinden zu lassen. Und so würden wir die Fastenzeit übergehen. Erlauben Sie mir daher, Ihnen drei kleine Ratschläge zu geben, wie Sie diese Zeit der Busse zu einer echten und notwendigen spirituellen Transformation machen können.
Um gut in die Fastenzeit einzutreten und sie gut durchzustehen, müssen wir zunächst von der Notwendigkeit und den Vorteilen dieser Busszeit überzeugt sein. Ein einfacher Vergleich mit dem Gesundheitswesen wird uns dies verdeutlichen: Wenn wir an der Wirksamkeit einer medizinischen Behandlung zweifeln, ist es offensichtlich, dass sie nicht denselben Erfolg haben wird, wie wenn wir von ihrem Nutzen zutiefst überzeugt sind. Ähnlich verhält es sich mit der Fastenzeit: Ihr Erfolg hängt zum grossen Teil von unserer Überzeugung ab, uns voll und grosszügig einzusetzen.
Aber was ist eigentlich dieser Erfolg? Gott zu finden, wiederzufinden und ihn in den Mittelpunkt, ins Herz unseres Lebens zu stellen! Der Materialismus des Westens macht es notwendiger denn je, eine besondere Zeit zu haben, in der wir alles an seinen Platz stellen. Um dies zu erreichen, müssen wir Verlangen nach Gott haben und seine Gegenwart in unserem Leben verspüren. Aber die Bequemlichkeit und der allgegenwärtige materielle Komfort lassen uns das so leicht vergessen! Wir müssen also einige ganz konkrete Vorsätze fassen, um uns unserer tatsächlichen Abhängigkeiten bewusst zu werden und sie zu überwinden. Das kann die Gourmandise sein: Wir naschen zwischen den Mahlzeiten. Es kann der Gebrauch des Smartphones sein, wenn wir täglich Stunden damit verschwenden. Oder in einem anderen Bereich der Mangel an Grosszügigkeit bei unserer Standespflicht: Wir verschieben das, was uns schwerfällt, auf den nächsten Tag. Oder auch die Praxis der Nächstenliebe: Nicht kritisieren, in Schwierigkeiten lächeln, schweigen anstatt zu kontern!
Es gibt viele Möglichkeiten, auf einfache, aber entschlossene Weise eine gute Fastenzeit zu verbringen. Wir leben in einer Welt, die uns mit so vielen Nichtigkeiten beansprucht. Wir sollten diese Gefahren erkennen, uns ihrer bewusst sein und vor allem etwas dagegen tun, ohne uns zu schnell entmutigen zu lassen.
Und diese Arbeit, wenn sie Fortschritte macht, befreit unser Herz und macht es fähig, den wahren Wert der Dinge zu entdecken. Sie lässt uns erkennen, wo die wahren Güter sind; sie zeigt uns die Vorzüge des Gebetslebens. Und das ist auch und vor allem die Fastenzeit: Eine Zeit der Busse ja, aber mit dem Ziel, uns Gott näher zu bringen, ein geistliches Leben zu führen, das diesen Namen verdient. Das ist die positive Seite der heiligen 40 Tage. Die gesamte Liturgie führt uns auf das hin. Wir müssen uns also diese Schätze der Spiritualität aneignen. Denken wir insbesondere an das betrachtende Gebet, das uns zu einem echten, persönlichen Herz zu Herz mit Gott einlädt. Wir können es einfach machen, indem wir einen Text langsam und innehaltend lesen, wie die Jungfrau Maria die Worte Jesu in ihrem Herzen bewahrte und darüber nachdachte. Diese Betrachtung sollte Ziel unseres inneren Lebens sein. Wir sollten den Wunsch haben, diese Momente der Vertrautheit mit unserem Schöpfer und Erlöser zu haben. Er hat uns so sehr geliebt! Und die Fastenzeit gipfelt in der Karwoche, in der das durchbohrte Herz des Erlösers uns seine unendliche Liebe erkennen lässt.
Schliesslich ein letzter Rat nach der Ermutigung zu Werken der Busse und dem Streben nach einem Leben des Gebets. Vergessen wir nicht, was die Heiligen immer wieder gesagt haben: Um uns zu heiligen, müssen wir es wollen, wieder wollen, immer wieder wollen. Das ist das Erfolgsrezept, auch und gerade im geistlichen Leben: Beständigkeit und Treue. Und das ist es, was unsere Fastenzeit zu einer heiligen Fastenzeit machen wird: Immer und immer wieder von der Wohltat dieser sehr konkreten Werke der Busse und des geistlichen Gebets überzeugt zu sein. Wenn wir diese Überzeugungskraft haben, gibt es keinen Zweifel daran, dass der liebe Gott uns helfen wird.
Lassen Sie uns abschliessend daran denken, den Gebetskreuzzug für Berufungen in unsere Bemühungen einzubeziehen, nicht als zusätzliche Last, sondern als Motivation. Die oben erwähnten Versuchungen und Gefahren sind für junge Menschen besonders präsent, um sie davon abzuhalten, auf den Ruf Gottes zu antworten. Möge diese Fastenzeit für diese jungen Menschen, wie auch für jeden von uns, eine Gelegenheit sein, den Willen unseres himmlischen Vaters zu tun und Heilige zu werden. Eine gute und heilige Fastenzeit wünschen wir Ihnen!